Autor: Michael Lucan

Auch in Bayern seien einzelne Wahlkampfveranstaltungen von türkischen Regierungsstellen geplant, erklärte Bayerns Innenminister Herrmann heute am Rande einer Pressekonferenz zur Bayerischen Kriminalstatistik 2016 unter Berufung auf die zwei türkischen Generalkonsulate in Bayern (München und Nürnberg). Doch, so der Minister: „Das haben wir im Blick“.

Allerdings habe das Bayerische Innenministerium bisher größere Veranstaltungen dieser Art nicht feststellen können. Grund für die grundsätzlich ablehnende Haltung des Ministers ist, dass mit derartigen Wahlkampfveranstaltungen erneut innertürkische Konflikte nach Deutschland getragen werden könnten.

Der Holocaust-Überlebende Max Mannheimer ist am 23. September 2016 im Alter von 96 Jahren in München gestorben. Sein Lebenswerk war die Versöhnung und sein Kampf galt dem Rechtsradikalismus und Antisemitismus.

Wir dokumentieren hier seine Rede vom 21. Juni 2008. An diesem Tag gingen in München rund 5.000 Menschen gegen die geplante Einschränkung des Versammlungsrechts in Bayern auf die Straße. Aufgerufen hatte dazu eine breites Bündnis von Parteien, politischen Organisationen, Gewerkschaftsgruppen, Betriebs- und Personalräten, kulturellen und sozialen Einrichtungen, Vereinen usw.

Eine der Redner der Auftaktkundgebung war der ehemalige KZ-Häftling und Vorsitzende der Lagergemeinschaft Dachau, Max Mannheimer.